Förderungsmöglichkeiten und Finanzierungstipps

Ob Stipendium, Bildungskredit oder steuerliche Vergünstigungen, es gibt viele Möglichkeiten, sich bei einem Studium an der Hamburger Fern-Hochschule finanziell unter die Arme greifen zu lassen. Wir wollen Ihnen die Recherche nach der für Sie optimalen Unterstützung etwas leichter machen: In der folgenden Übersicht haben wir die wichtigsten Fördermöglichkeiten und Finanzierungstipps zusammengestellt.




Stipendien

    • Deutschlandstipendium 
mit freundlicher Unterstützung der DAA-Stiftung Bildung und Beruf

Seit dem Frühjahrssemester 2015 vergibt die HFH fünf Deutschlandstipendien pro Semester. Möglich ist dies durch die freundliche Unterstützung der DAA-Stiftung Bildung und Beruf, die sich an der Vergabe der Deutschlandstipendien mit finanziellen Mitteln beteiligt. Die Förderung beträgt 300 € im Monat; die Stipendien werden zunächst für den Zeitraum von zwei Semestern gewährt.

Über die Vergabe der Stipendien entscheidet eine Auswahlkommission der HFH – dabei spielen neben hervorragenden Leistungen im Studium insbesondere gesellschaftliches Engagement sowie die Bildungs- und Herkunftsbiographie eine Rolle. Die DAA-Stiftung und die HFH möchten vor allem Studierende fördern, die aufgrund von herausfordernden Lebensumständen besondere Unterstützung benötigen.

Hier finden Sie detaillierte Informationen zum Deutschlandstipendium an der HFH, zu den hochschulrechtlichen Hintergründen sowie das Antragsformular zur Bewerbung um die Stipendienplätze.

Studierende der HFH, die sich im letzten Semester bereits um das Stipendium beworben und ihre Unterlagen eingereicht haben, jedoch nicht berücksichtigt werden konnten, können durch die Zusendung einer Erklärung erneut an dem Auswahlverfahren teilnehmen.

Weitere Informationen zum Deutschlandstipendium erhalten Sie unter www.deutschlandstipendium.de.

Ihr Ansprechpartner für das Deutschlandstipendium an der HFH ist:

Herr Marcin Czaja
Alter Teichweg 19
22081 Hamburg
E-Mail: marcin.czaja@hamburger-fh.de
Telefon: 040 / 35094-3803
 


  • Aufstiegsstipendien für berufserfahrene Bewerber mit und ohne Hochschulreife

Abitur und Fachhochschulreife sind nicht die einzigen Türöffner für ein Studium. Es gibt immer mehr junge Menschen, die sich einen Hochschulzugang durch Aus- oder Fortbildung oder herausragende Leistungen im Beruf erworben haben. Genau dies ist die Zielgruppe der Stiftung Begabtenförderung berufliche Bildung (SBB). Im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung vergibt sie auch für beruflich Qualifizierte sogenannte Aufstiegsstipendien.

Bewerben kann sich, wer ein Erststudium beginnen möchte oder das zweite Fachsemester noch nicht abgeschlossen hat. Besonders interessant ist, dass das Programm keine Altersgrenze vorsieht und die Förderung unabhängig vom Einkommen gewährt wird. Zahlreiche Studierende der Hamburger Fern-Hochschule werden bereits durch das Aufstiegsstipendium gefördert. Denn beim Studieren ohne Abitur ist die HFH mit über 20 Prozent ihrer Studierenden bundesweiter Spitzenreiter.

    Weitere Informationen finden Sie hier.



  • Weiterbildungsstipendien für junge Bewerber mit abgeschlossener Berufsausbildung

Das Weiterbildungsstipendium der Stiftung Begabtenförderung berufliche Bildung (SBB) unterstützt junge Menschen, die sich im Anschluss an eine duale Ausbildung berufsbegleitend weiterqualifizieren wollen. Dazu zählen viele Studierenden der HFH. Voraussetzung ist der eindeutige inhaltliche Bezug des Studiums zur Ausbildung oder der Berufstätigkeit der Bewerber.

Anders als beim Aufstiegsstipendium steht das Weiterbildungsstipendium nur Bewerbern bis 25 Jahren offen. Durch Berücksichtigung von Anrechnungszeiten können bis zu drei Jahre hinzugerechnet werden.

Neben dem Studium muss eine wöchentliche Arbeitszeit von 15 Stunden nachgewiesen werden. Auch Studierende der Hamburger Fern-Hochschule sind bereits als Stipendiaten in das Programm aufgenommen worden.

Sie haben hierzu noch Fragen? Für weitere Hinweise und Tipps rund um das Stipendium sowie das Bewerbungsverfahren stehen Ihnen unsere SBB Stipendiumsbotschafterinnen und HFH-Studentinnen Susanne Janknecht und Stefan Siemens unter sbb@hamburger-fh.de zur Verfügung.

Weitere Informationen finden Sie hier.



  • Stipendien der Rudolf Helfrich-Stiftung Bildung und Beruf

Die gemeinnützige, private Rudolf Helfrich-Stiftung Bildung und Beruf fördert die Berufsbildung, insbesondere durch berufliche Qualifizierung sowie berufliche und soziale Integration, vorrangig von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern im In- und Ausland.

Auf Initiative des Stiftungsgründers vergibt die Stiftung für jedes Semester fünf Stipendien für ein Studium an der HFH (Studiengebühren, Prüfungskosten) bis zu einer Förderdauer von zehn Semestern und einer Höchstgrenze von fünfzig Stipendiatinnen und Stipendiaten.

Förderantragsberechtigt sind junge Erwachsene zwischen 18 und 35 Jahren – vorzugsweise, aber nicht ausschließlich – mit Migrationshintergrund, welche nicht über die finanziellen Mittel verfügen, ein Studium an der Hamburger Fern-Hochschule finanzieren zu können. 

Weitere Informationen zur Stipendienvergabe und die Satzung der Stiftung.



Weitere Stipendien suchen und finden

Um schneller herausfinden, welche Stipendien existieren und sich lohnen, gibt es mehrere Stipendiendatenbanken und Stipendiensuchmaschinen. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) hat beispielsweise den Online-Stipendienlotsen eingerichtet, der über 1.250 Stipendien in seiner Datenbank gelistet hat. Außerdem ist eine Recherche bei mystipendium.de zu empfehlen. Die 2013 mit dem Preis „Hochschulperle“ ausgezeichnete Site empfiehlt anhand der Eingaben zu Lebenslauf und Studium aus über 1.500 Einträgen das passende Stipendium.
 
Wer es schafft, seine Persönlichkeit und seine berufliche Vision gut zu „verkaufen“, wird als Stipendiat aber nicht nur finanziell unterstützt. Die meisten Programme bieten ihren Studierenden auch eine persönliche Studien- und Karriereplanung, die Möglichkeit weiterer Fortbildungen und die großen Vorteile eines Netzwerks von Kommilitonen und Alumni.



Das Bundesausbildungsförderungsgesetz – BaföG

Eine BaföG-Förderung wird nur für ein Vollzeitstudium und in der Regel nur für den ersten, berufsqualifizierenden Abschluss gewährt. Da das Fernstudium an der HFH speziell für Berufstätige konzipiert ist, die berufsbegleitend studieren, kommt diese Art der finanziellen Entlastung leider nicht infrage. Auch bei den dualen Studiengängen der HFH ist eine Förderung durch BaföG leider nicht möglich.



Ermäßigung für Verdi-Mitglieder

Mitglieder der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (Verdi) erhalten an der HFH exklusive Ermäßigungen bei ihrem Fernstudium: Bachelorstudierenden werden die ersten beiden Monatsraten sowie die letzte Rate erlassen; Masterstudierende sparen ebenfalls die ersten beiden Monatsraten und reduzieren die Master-Thesis-Gebühr um 250 Euro.

Nicht berücksichtigt werden können Studierende, die bereits ein Studium an der HFH erfolgreich absolviert haben und nun z.B. mit einem Master beginnen, da sie bereits eine deutlich reduzierte Studiengebühr zahlen.

Für die Einlösung Ihres Rabatts laden Sie bitte den Ermäßigungsgutschein von der Verdi-Website herunter und reichen ihn zusammen mit einer Kopie des Mitgliederausweises und den Anmelde- und Immatrikulationsunterlagen ein.

Weitere Informationen finden Sie hier.


Kredite

Studienkredit der KfW
Auch der Staat honoriert das Bestreben junger Menschen, sich weiter zu bilden. Der Bund vergibt über die KfW-Bank (Kreditanstalt für Wideraufbau) flexible Kredite mit monatlichen Zahlungen von bis zu 650 Euro. Antragsteller bis 44 Jahren können sich durch den KfW-Studienkredit bis zu 14 Semester fördern lassen. Die Kreditvergabe ist unabhängig vom elterlichen und vom eigenen Einkommen.

Zinsgünstige Studienkredite privater Banken
Während immer mehr Banken die KfW-Kredite vermitteln, bieten einige wenige noch eigene Darlehen für Studierende an. Diese zinsgünstigen Kredite sind jedoch in der Regel für ein Vollzeitstudium gedacht. Eine der wenigen Ausnahmen ist der Studienkredit der Evangelischen Kreditgenossenschaft eG (EKK). Die Bank gewährt ihn auch Berufstätigen, die berufsbegleitend studieren.

Die Website www.studies-online.de bietet einen gut recherchierten und ständig aktualisierten Überblick über alle Studienkredite und Bildungsfonds.



Steuerliche Vergünstigungen

Aufwendungen für ein Erststudium nach abgeschlossener Berufsausbildung und für ein Zweitstudium können in der Regel als Werbungskosten steuerlich geltend gemacht werden. Ihr Steuerberater oder Ihr zuständiges Finanzamt hilft Ihnen hier sicher weiter.

Zu den Aufwendungen zählen Studiengebühren, Fachbücher, Fachzeitschriften, Schreibmaterial, Fahrtkosten, Verpflegungsmehraufwendungen und Unterbringungskosten. Als Studierender der HFH erhalten Sie jährlich eine Bescheinigung über die Höhe der gezahlten Studiengebühren, die Sie Ihrem Finanzamt vorlegen können.



Unterstützung durch den Arbeitgeber

In Zeiten des lebenslangen Lernens stehen viele Unternehmen den Weiterbildungsvorhaben ihrer Mitarbeiter positiv gegenüber. Teilweise beteiligen sich die Arbeitgeber an den Studiengebühren oder unterstützen ihre Mitarbeiter durch Freistellungen für die Präsenzphasen an der HFH.

Ein Gespräch mit den Personalverantwortlichen kann sich also durchaus lohnen – schließlich profitiert auch das Unternehmen von Ihrem frisch erworbenen Know-how. Übrigens verweisen viele Unternehmen ihre Mitarbeiter für ein berufsbegleitendes Fernstudium gezielt an die Hamburger Fern-Hochschule.



Wohngeld

Studierende ohne BaföG-Anspruch können Wohngeld beantragen. Voraussetzung für diese staatliche Beihilfe zu Ihren Mietkosten sind bestimmte Einkommensgrenzen. Ein Single-Haushalt darf nicht mehr als 870 Euro, ein Zwei-Personen-Haushalt nicht über 1.190 Euro verdienen. Ein Wohngeldantrag wird bei der örtlichen Wohngeldbehörde, der
Gemeinde-, Stadt-, Amts- oder Kreisverwaltung gestellt.



Kindergeld

Volljährige Auszubildende und Studierende haben bis zu ihrem 25. Lebensjahr Anspruch auf Kindergeld für eine erstmalige Berufsausbildung bzw. ein erstmaliges Studium (relevant für HFH-Studierende bei einem dualen Studium). Dies wird an die Eltern ausgezahlt. Beteiligen sich die Eltern aber finanziell nicht an der Weiterbildung an der HFH, können Sie beantragen, dass die staatliche Leistung direkt an Sie überwiesen wird. Zuständig sind die Familienkassen, die meistens bei der Arbeitsagentur angesiedelt sind.



Bildungsurlaub

Mit dem Bildungsurlaub fördert der Staat die Initiative von Arbeitnehmern zum lebenslangen Lernen. Anders als bei vielen anderen Förderinstrumenten können Sie beim Bildungsurlaub weitestgehend selbst die inhaltlichen Schwerpunkte Ihrer Weiterbildung festlegen. Ob und in welchem Umfang Bildungsurlaub für ein Fernstudium an der HFH genehmigt wird, hängt jedoch maßgeblich von dem Gesetz des Bundeslandes ab, in dem Sie Ihren beruflichen Schwerpunkt haben. Eine Bewilligung ist an vielfältige Bedingungen geknüpft und wird je nach Bundesland sehr unterschiedlich gehandhabt. Die für Sie geltenden Konditionen erfahren Sie bei Ihrer zuständigen Behörde.

Weitere Informationen finden Sie hier.



Ohne Gewähr. Stand der Recherche: 12.12.2014