Betriebswirtschaftliche Grundlagen (P4)


Ziel des Moduls ist es, ein Grundverständnis für ökonomische Denkansätze, Begrifflichkeiten und Darstellungsformen zu vermitteln und deren Relevanz für Gesundheits- und Sozialeinrichtungen aufzuzeigen. Am Ende des Moduls verfügen die Studierenden zudem über ein solides Basiswissen hinsichtlich der Rechtsform von Unternehmen und sie verstehen Marketing als ein umfassendes Managementkonzept, das sich am Nutzen unterschiedlicher Anspruchsgruppen orientiert. Die Studierenden sollen nach der Bearbeitung dieses Moduls grundlegende Prinzipien, Konzepte und Begriffe ökonomischen Denkens verstehen und darüber hinaus darlegen können, inwiefern betriebswirtschaftliche Fragestellungen und Betrachtungsweisen in Gesundheits- und Sozialeinrichtungen zum Tragen kommen und von Nutzen sind.

Studieninhalte

    1. Einführung in das ökonomische Denken
      Grundzüge und -prinzipien der Ökonomie: Abgrenzung Betriebs- und Volkswirtschaftslehre, rationales Handeln unter Ressourcenknappheit, Rationalitätskonzepte;
      Methoden und Darstellungsweisen der Ökonomie;
      Ökonomische Grundbegriffe: Bedürfnisse/Bedarf, Güter als Wirtschaftsobjekte, Input-Output-Betrachtung der Produktion, Arbeitsteilung und Tauschformen, Geldfunktion, Wirtschaftskreislauf;
      Ideal- und Realtypen des Wirtschaftens
    2. Einführung in die Betriebswirtschaftslehre
      Gegenstand und Gliederung der Betriebswirtschaftslehre: Begriffsabgrenzung Betrieb/Unternehmen, Betriebswirtschaftslehre als beschreibende und entscheidungsorientierte Wissenschaft, Gliederung nach betrieblichen Funktionen, Managementbegriff;
      Zentrale betriebswirtschaftliche Kategorien: Planung, Entscheidung, Ziele und Kontrolle;
      Komplexität von Entscheidungsproblemen, Zielmonismus vs. -pluralismus, Managerziele und Agency-Problematik, Entscheidung bei Unsicherheit;
      Ziele und Strukturmerkmale von Profit- und Nonprofit-Organisationen: Gemeinsamkeiten und Unterschiede in Hinblick auf betriebswirtschaftliche Steuerungsanforderungen
    3. Produktion von Gesundheits- und Sozialleistungen
      Produktion als betrieblicher Transformationsprozess: Umsystem und Funktion des Betriebes, leistungs- und finanzwirtschaftlicher Funktionskreis, betriebliche Querschnittsfunktionen, erweitertes und vollständiges Systemmodell;
      Produktionstheorie der Dienstleister: konstitutive Merkmale von Dienstleistungen im Gesundheits-, Pflege- und Sozialbereich, Produktionsfaktoren, Modell der Dienstleistungsproduktion;
      Produktionssteuerung: Grundlagen des Qualitätsmanagements, Produktionsprogrammplanung, Prozessmanagement
    4. Rechtsformen der Unternehmen
      Rechtsformwahl als Entscheidungsproblem;
      Unternehmensformen des Privatrechts: Freiberufler und Einzelunternehmer, Personengesellschaften, Körperschaften;
      Unternehmensformen des öffentlichen Rechts;
      Bedeutung von europäischem Recht und europäische Rechtsformen
    5. Marketing im Gesundheits- und Sozialbereich
      Marketingbegriff und die Besonderheiten des Dienstleistungsmarketings;
      Marketing als wettbewerbs- und kundenorientiertes Handeln im Gesundheits- und Sozialbereich;
      Marketingziele;
      Strategisches Marketing;
      Marketinginstrumentenmix

Zulassungsvoraussetzung

Abitur oder Fachhochschulreife, alternativ abgeschlossene Berufsausbildung oder eine mindestens zweijährige, dem Weiterbildungsziel entsprechende Berufstätigkeit.

Credit Points

5 Credit Points werden mit Erlangen des Hochschulzertifikats gutgeschrieben.

Anrechnung

Die hier erworbenen Credit Points können auf folgende Studiengänge angerechnet werden:
Pflegemanagement

Studienumfang

Studienbriefe 5
Selbststudienstunden        
104
Präsenzstunden 14

Leistungsnachweis bei Hochschulzertifikat

Klausur (90 Minuten)
Prüfungsleistung

Anmeldung, Immatrikulation und Ablauf

Gebühren

Teilnahmezertifikat: 300 Euro (50 Euro monatlich)
Hochschulzertifikat: 372 Euro (62 Euro monatlich)
Laufzeit jeweils 6 Monate


Studienzentren (weitere Orte auf Anfrage)