Rechtsdurchsetzung in Zivilsachen (R7)


Das Recht ist ohne die Möglichkeit seiner zwanghaften Durchsetzung unergiebig. Für den Privatrechtsverkehr gewährleistet der Staat die Rechtsdurchsetzung mit Hilfe des Zivilprozessrechts. Im Zivilprozessrecht unterscheidet man zwischen dem Erkenntnisverfahren und der Zwangsvollstreckung. Im Erkenntnisverfahren wird zunächst festgestellt, was rechtens ist, und sodann eine Entscheidung getroffen. In der Zwangsvollstreckung wird dieses festgestellte Recht dann mit Hilfe staatlichen Zwangs zugunsten des einzelnen Gläubigers durchgesetzt. Da das staatliche Gerichtsverfahren mitunter zu langwierig und dessen Ausgang oft auch ungewiss ist, spielen im Wirtschaftsleben auch andere Konfliktlösungsmodelle eine immer größere Rolle, die den Interessen aller Beteiligten besser entsprechen, wie z. B. das Schiedsverfahren und das Mediationsverfahren. In dem Modul werden die Möglichkeiten aufgezeigt, die zur Verfolgung von Ansprüchen zur Verfügung stehen und welche rechtlichen Mittel zur Abwehr einer Inanspruchnahme opportun sind.

Studieninhalte

    1. Erkenntnisverfahren
      Gang des Verfahrens
      Parteiverhalten
      Beteiligung Dritter
      Beweis
      Besondere Verfahrensarten
      Gerichtliche Entscheidungen
      Sonstige Beendigung eines Gerichtsverfahrens
      Kostenfestsetzungsverfahren
      Klauselerteilung
    2. Zwangsvollstreckung
      Grundlagen der Zwangsvollstreckung
      Zwangsvollstreckung wegen Geldforderung in körperliche Sachen
      Zwangsvollstreckung wegen Geldforderung in Forderungen
      Zwangsvollstreckung wegen Geldforderung in andere Vermögensrechte
      Zwangsvollstreckung wegen Geldforderung in unbewegliche Gegenstände
      Zwangsvollstreckung zur Erwirkung der Herausgabe von Sachen
      Zwangsvollstreckung zur Erwirkung von Handlungen oder Unterlassungen
      Kosten der Zwangsvollstreckung
      Rechtsbehelfe
    3. Schiedsgerichtsbarkeit
      Merkmale und Arten der Schiedsgerichtsbarkeit
      Rechtsquellen
      Rechtswahl
      Schiedsvereinbarung
      Schiedsort
      Schiedsgericht
      Schiedsverfahren
      Aufhebung des Schiedsspruchs
      Anerkennung und Vollstreckbarkeitserklärung des Schiedsspruchs
    4. Konfliktmanagement
      Konfliktarten
      Konfliktlösungsmodelle
      Wege zu den einzelnen Konfliktlösungsmodellen
      Schwerpunkthema Mediation
      Mediation in der Praxis

Zulassungsvoraussetzung

Abitur oder Fachhochschulreife, alternativ abgeschlossene Berufsausbildung oder eine mindestens zweijährige, dem Weiterbildungsziel entsprechende Berufstätigkeit.

Credit Points

5 Credit Points werden mit Erlangen des Hochschulzertifikats gutgeschrieben.

Anrechnung

Die hier erworbenen Credit Points können auf folgende Studiengänge angerechnet werden:
Wirtschaftsrecht

Studienumfang

Studienbriefe 5
Selbststudienstunden        
136
Präsenzstunden 12

Leistungsnachweis bei Hochschulzertifikat

Klausur (120 Minuten)

Anmeldung, Immatrikulation und Ablauf

Gebühren

Teilnahmezertifikat: 300 Euro (50 Euro monatlich)
Hochschulzertifikat: 372 Euro (62 Euro monatlich)
Laufzeit jeweils 6 Monate


Studienzentren (weitere Orte auf Anfrage)